Als Referentin für die 3. Ideenkonferenz der Berliner SPD am 25. Oktober konnte auch die Vorsitzende des Vorstandes der Berliner Stadtreinigung (BSR) Frau Vera Gäde-Butzlaff gewonnen werden. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der FU Berlin (1973-1980) arbeitete sie von 1985 bis 1994 als Richterin am Verwaltungsgericht in Berlin (Spezialisierung Umweltrecht für Berlin) und war ab 1990 nebenamtlich in der Fortbildung für Verwaltung und Justiz in den neuen Bundesländern tätig. Von 1994 bis 1998 war sie Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder (Spezialisierung Umwelt-, Abfallrecht und Klimaschutz für Brandenburg) und wechselte dann als Ministerialdirigentin in das Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft u. Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt. Von 2001 bis 2002 war sie dort Umwelt- und Landwirtschaftsstaatssekretärin. 2003 wechselte sie in den Vorstand der Berliner Stadtreinigung, dessen Vorsitzende sie seit 1. März 2007 ist.
Dipl.-Kfm. Guntram Pehlke, Jahrgang 1960, gehört zu den Referenten der 3. Ideenkonferenz. Seit 2006 ist er Vorstandsvorsitzender der DSW21 (Dortmunder Stadtwerke AG).
Aus einem Stadtwerk traditioneller Prägung hat sich im Laufe der Jahre das entwickelt, was heute als »Unternehmensverbund DSW21« bekannt ist: ein breit aufgestelltes Infrastrukturunternehmen, das seine Zukunft durch unternehmerisches Handeln gestaltet und gemeinsam mit zehn Tochtergesellschaften für ganz Dortmund Mobilität, Energie, Lebensräume und Datennetze bereitstellt. Mit all diesen Aktivitäten entlastet DSW21 die Stadt von Kosten und tut etwas für den städtischen Haushalt.
Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Braunschweig und Göttingen hatte Guntram Pehlke u.a. für die Metallgesellschaft AG und die Bezirksregierung Braunschweig gearbeitet. Von 1992 bis
2000 war er Stadtkämmerer und Gesundheitsdezernent der Stadt Salzgitter, anschließend sechs Jahre Beigeordneter für Finanzen, Personal und Organisation sowie Stadtkämmerer in Dortmund.
Michael Riechel, Jahrgang 1961, ist seit Dezember 2006 Mitglied des Vorstandes der Thüga AG sowie Mitglied in diversen Energieverbänden. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Dipl.-Ing. an der TU Clausthal 1987 arbeitete er u.a. als Betriebsingenieur im Erdgasuntertagespeicher und in der Ölproduktion der Preussag Öl und Gas, Hamburg, sowie als Abteilungsleiter Planung – Produktion der Ruhrgas AG, Essen und Ruhrgas UK, London und von 1999 bis 2006 als Direktor und Leiter der Betriebsregion Nord der E.ON Ruhrgas AG. Er ist Referent auf der Ideenkonferenz#3.
Daniel Smuda, Jahrgang 1962, Partner – Theron Advisory Group. Daniel Smuda arbeitet seit 1989 als Unternehmensberater. Im Rahmen von zahlreichen Effizienzsteigerungsprogrammen hat er für Klienten in Europa, Südafrika, USA und Kanada nachhaltige Ergebnisverbesserungen erzielt. Führungserfahrung im Private Equity Bereich erarbeitete er bei der Venturepark Incubator AG. Er ist Referent auf der Ideenkonferenz#3.
Eine besondere Kompetenz liegt bei Daniel Smuda im Bereich der sozialen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility). Hierzu hat er mehrere Projekte zur Ergebnismessung geleitet, hält Seminare, war auf internationalen Konferenzen Session Chair und Vortragender und arbeitet eng mit der Humboldt- Universität zu Berlin zusammen.
Ingeborg Junge-Reyer ist Senatorin für Stadtentwicklung in Berlin. Sie will “Flächen zu Standorten” entwickeln und damit attraktive Ansiedlungsmöglichkeiten für Firmen schaffen.
Die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Barbara Loth ist Wirtschaftsstadträtin in Steglitz-Zehlendorf. Zu ihren Zielen gehört die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.
Neue Ideen für die Industrialisierung Berlins und die Schaffung neuer Arbeitsplätze standen im Mittelpunkt der 2. Berliner Ideenkonferenz der SPD. In der Diskussion mit den Berlinerinnen und Berlinern, mit Gewerkschaftern und Wirtschaftsfachleuten wurden neue Wege zur Entwicklung der Wirtschaftskraft Berlins diskutiert. “Neue Industrialisierung – Nachhaltiges Arbeiten und Wirtschaften” – dabei geht es nicht mehr um rauchende Schornsteine. Vielmehr diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Praktiker aus den Betrieben und Konferenzteilnehmer die Frage, wie aus dem Zusammenspiel von Denkfabriken, mittelständischen Unternehmen und Großbetrieben zukunftsträchtige und an Nachhaltigkeit orientierte Arbeitsplätze entstehen können.
In ihrer Begrüßung wies die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Barbara Loth auf die historischen Veränderungen in der Berliner Industrie hin. Nach der großen Zeit der Industriestadt Berlin habe es einen Niedergang und den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze gegeben. Inzwischen habe sich eine neue innovative Industrie entwickelt.
Unumstritten war auf der Konferenz die Einsicht, dass die Stadt nicht allein auf Dienstleistungen setzen kann, sondern Industriearbeitsplätze benötigt. Wichtigste Ressource dabei: das Wissen der Menschen. Noch liegt die Wirtschaftsleistung in Berlin, die aus der Industrie entsteht, nur bei 13 Prozent – im Bundesdurchschnitt beträgt sie 23 Prozent. Berlin hat aber gute Grundlagen: mit einer Reihe von entwicklungsfähigen Zukunftsbranchen, mit hervorragenden Wissenschaftseinrichtungen und einem innerstädtischen Flächenangebot, das in anderen Metropolen kaum denkbar ist.
Auf der Konferenz lag ein Positionspapier der Berliner SPD vor, das auf Basis der Beratungen im Fachausschuss Wirtschaft entwickelt wurde.
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