Wirtschaftspolitik ist in der SPD kein Randthema mehr, stellte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller in einer Talkrunde mit dem Moderator Christian Stahl fest. Es gehe darum, die ökonomische Basis für die Stadt zu schaffen. Deshalb sei auch der Anspruch richtig, eine große Zahl industrieller Arbeitsplätze neu zu schaffen. Mit einer in Berlin breit getragenen Bildungsreform habe die SPD wichtige Voraussetzungen geschaffen. Die Stadt brauche gut ausgebildete junge Menschen.
Mit den drei großen Entwicklungsflächen in Tempelhof, Tegel und am Humboldthafen habe Berlin eine einmalige Chance als große Metropole, neue Industrien anzusiedeln, sagte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller. Adlershof sei ein gutes Beispiel, wie aus der räumlichen Nähe von Unternehmen und Wissenschaft neue Prozesse in Gang gesetzt werden können.
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Vernetzung war das Stichwort des 3. Panels: Tourismus, Technologie, Wirtschaft und Wissenschaft sollten zusammenarbeiten. Großkonzerne müssten sich mit innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) vernetzen. Traditionelle Unternehmen müssten müssten mit grüner Technologie arbeiten. Wie schaffen wir die Brücke dazu? Ein Beispiel kam aus dem Publikum: So könnte Deutsche Museum den Touristen eine wissenschaftliche Ausstellung mit kulturgeschichtlichen Hintergrund anbieten.
Um neue Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen sollten keine Großkonzerne „re-angesiedelt“ werden. Anreize für TU-Absolventen müssten geschaffen werden, damit sie nicht zu Siemens nach Erlangen oder München gehen, sondern in Berlin bleiben. Die Stadt Berlin gelte besonders bei jungen Leuten heutzutage als hip wegen ihrer kreativen Szene. Hier werden Fragen und Visionen gestellt, die anderen Ballungsräumen keine Rolle spielen. Daraus bildeten sich neue Unternehmen. Berlin sei Gründungsweltmeister. Doch es müssten neue Wachstumsstrategien entwickelt werden, um neue gegründete Unternehmen in der zweiten Phase (nach der Startphase) zu unterstützen.
Für die Entstehung von Netzwerken sollten vor allem die Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssten daher in diesem Bereich gleichermaßen geschult werden. Ebenso sei die Weiterbildung in interkultureller und unternehmerischer Kompetenz wichtig. Was nütze eine Idee, wenn man nicht weiß, wie sie vermarktet und verkauft werden muss?
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St
udium der Politologe in Berlin und Tübingen, Abschluss Diplom an der FU Berlin. 1992 – 2003 Partner im Beratungsunternehmen „Luipold & Mildenberger“ sowie Mitglied des regioconcept-Verbundes. Seit 2004 Inhaber und Geschäftsführer von regioconsult Konzepte für Politik und Wirtschaft.
Zu den Tätigkeitsschwerpunkten gehören Forschung und Beratung im Auftrag von Unternehmen, Verbänden sowie der öffentlichen Hand zu den Themen Regionalwirtschaft und Regionalentwicklung, Standortentwicklung und Adressbildung, wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse in Metropolregionen, unternehmerische Netzwerke. Weitere Tätigkeitschwerpunkte sind Organisationsberatung, Prozessbegleitendes Consulting, Netzwerkentwicklung und Netzwerkmanagement. Räumlicher Schwerpunkt: Berlin-Brandenburg, deutsche Großstädte.
Aktuelle Projekte: Nachnutzung des Standorts Flughafen Tegel (2010), Stadtentwicklungskonzept Industrie und Gewerbe Berlin (seit 2009), · Öffentlichkeitsarbeit für ein mittelständisches Unternehmen in Berlin (seit
2009), Netzwerkentwicklungen in Steglitz-Zehlendorf, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg (seit 2005), Machbarkeitsstudie Standort Gradestraße (2005).
Jahrgang 1953, Dr. rer. oec., Studium an der Technischen Universität Berlin, seit 1993 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. Zuvor tätig am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) im Bereich Arbeitsmarktforschung und am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München im Bereich Kleinbetriebsforschung und Zuliefernetzwerke.
Seit 2002 Vizepräsident der HTW Berlin, zuständig für den Bereich Studium und Lehre.
Seine Forschungs- und Veröffentlichungsschwerpunkte sind: Organisationstheorie (insb. Kooperationsforschung), regionale Entwicklung, Entrepreneurship und Mittelstandsökonomie.
Ausgewählte Veröffentlichungen zu Berlin: Fischer/Pohl/Semlinger, Berlins Industrie nach der Wiedervereinigung. Was bringt die neue Gründerzeit, REGIOVERLAG BERLIN, 2004 und Boehme-Neßler/Hildebrandt/Semlinger, Von der innovativen Wertschöpfungskette zum Lead Market. Weiterführende Ansätze für die Berliner Innovationsstrategie, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin 2006.
Materialien zur Debatte:
Arbeitskraft, Arbeitsmarkt und Arbeitsmangel (Vortrag anlässlich der Sommeruniversität 2008 an der TU Berlin, PDF)
Foliensatz zum Vortrag Arbeitskraft, Arbeitsmarkt und Arbeitsmangel (PDF)
“Die Industrie ist tot – es lebe die Industrie” (Kurzbeitrag für die Berliner Wirtschaftsgespräche 2009, PDF)
Studie “Lead Market” (Link zum Angebot der Friedrich-Ebert-Stiftung)

Dr. Katrin Suder
Dr. Katrin Suder ist Partnerin und Leiterin des Berliner Standorts von McKinsey. Seit dem 1.1.2010 hat sie zudem die Verantwortung für die Aktivitäten des deutschen Büros von McKinsey im öffentlichen Sektor übernommen.
Seit 10 Jahren berät sie führende Klienten im öffentlichen Sektor, im Bereich Software und IT Services sowie in der Telekommunikationsbranche. Dabei liegen die funktionalen Schwerpunkte ihrer Expertise vor allem in den Bereichen Strategie, Operations/ Transformationsprogramme und Technologie/IT.
Darüber hinaus verantwortet Dr. Suder zahlreiche Initiativen zum Aufbau neuer Kompetenzfelder sowie in der internen Personalentwicklung.
Dr. Suder ist Diplom-Physikerin der RWTH Aachen und wurde an der Universität Bochum in Physik promoviert (parallel erlangte sie einen BA in deutscher Literatur und Theaterwissenschaften).
In ihrer Freizeit steht Dr. Suder selbst auf der Bühne und leitet seit bald 20 Jahren eine Off-Theatergruppe.
Interview mit Dr. Katrin Suder bei www.e-fellows.net
Am 5. Juni ist es so weit: zum Thema “Neue Industrialisierung – Nachhaltiges Arbeiten und Wirtschaften” findet die zweite Ideenkonferenz der Berliner SPD statt, zu der alles Berlinerinnen und Berliner herzlich eingeladen sind. Wir freuen uns auf spannende Gesprächspartner und eine lebendige Diskussion über die zentrale Frage, wie Berlin sich als Standort für Zukunftsindustrien etablieren kann.
Die wichtigsten Infos zur Ideenkonferenz finden sie hier Einladung
Das Programm der 2. Ideenkonferenz
mehr zu den Referentinnen und Referenten
In den kommenden Tagen werden wir sie aktuell mit weiteren Informationen versorgen. Reinschauen lohnt sich!
In seiner Begrüßung auf der ersten Berliner Ideenkonfernz macht der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller deutlich, dass Politik das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern brauche, um immer wieder neue Impulse zu bekommen. An den Anfang der Konferenzreihe sei ganz bewusst die grundsätzliche Frage gestellt worden: Wie wollen wir in Berlin zusammenleben? Es gehe darum, gemeinsam Ideen für das Zusammenleben im nun beginnenden dritten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung zu entwickeln. Zentral ist für ihn eins: den Begriff Integration „als umfassende soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Teilhabe“ zu verstehen. „ Sie gilt für alle Menschen – ob mit oder ohne Migrationshintergrund”, betonte Michael Müller.
Hören Sie die ganze Rede:
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Datum: 05. Juni 2010
Beginn: 10:00 Uhr
Ort: Charlottenburg
Die zweite Ideenkonferenz wird sich dem Thema Arbeit und Wirtschaft widmen. Die Chance auf einen Arbeitsplatz, gute und ausreichend bezahlte Arbeit, ein Ausbildungsplatz sind wichtig für alle. Berlin braucht Arbeitsplätze, nachhaltiges Wachstum und eine starke Wirtschaft. In Berlin wurde und wird viel unternommen, um Unternehmen ein gutes und produktives Umfeld zu schaffen. Zukunftsträchtige Branchen wie Umwelt- und Energietechnologien, Kreativindustrie und Gesundheitswirtschaft wurden vom Senat mit Rat, Tat und Förderprogrammen unterstützt. Wo muss man weitermachen, wie wird Berlin zur Modellstadt der Zukunft, das sind die Fragen, die auf der Berliner Ideenkonfernz#2 mit Interessierten und Insidern diskutiert werden.
Ludwig Erhard Haus
Kant-Atrium
Fasanenstraße 85
10623 Berlin