„Solidarische Stadtgesellschaft: Integration und Teilhabe“ – das Thema der ersten Ideenkonferenz
Berlin ist eine Einwanderungsstadt. Berlin schöpft Kraft aus Zuwanderung und Vielfalt. Berlin will und kann auf die Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten nicht verzichten. Migration ist eine wichtige Ressource für Berlin. Sie macht Berlin bunt und anziehend.
Vielfalt ist eine Chance. Das ist die Voraussetzung für moderne Integrationspolitik. Ob Berlin zukunftsfähig bleibt, hängt am Gelingen von Integration und am Aufbau einer solidarischen Stadtgesellschaft. Die solidarische Stadt braucht die Solidarität Vieler. Es geht dabei nicht allein um ethnische Fragen, Minderheitenschutz oder Apelle für Toleranz. Das ist wichtig, es braucht aber noch mehr. Die SPD versteht Integration als umfassende soziale, politische und wirtschaftliche Teilhabe. Sie gilt für alle Menschen – ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Integration ist immer auch ein Aufstiegsprogramm. Das setzt die Anerkennung von allen Menschen und ihrer Fähigkeiten voraus. Heute und künftig geht es um soziale Integration und sozialen Aufstieg von allen in einer Einwanderungsstadt. Die SPD wird in dem beginnenden Jahrzehnt die Integration in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen.
Berlin stehen dabei bei weitem nicht am Nullpunkt: Bildung ist ein Schlüssel Aufstiegsperspektiven: Ein durchlässiges, auf Chancengleichheit ausgerichtetes Bildungssystem mit Ganztagsbetreuung. Mit der Schulreform und den Anstrengungen im Kita-Bereich sind zentrale Grundlagen gelegt. Mit dem Integrationskonzept hat der Senat die Weichen richtig gestellt und messbare Ansätze geschaffen, die bundesweit als vorbildlich eingestuft werden. Die Programme der Sozialen Stadt stärken den Zusammenhalt in unseren Innenstadtbezirken. Der öffentliche Dienst hat Schritt für Schritt Berufsperspektiven für Zuwanderer geschaffen. Berlin hat einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle, der Gemeinsamkeiten jenseits der Konfession stärkt.
Beispielfragen
- Welche konkreten Anforderungen gibt es an Unterstützung durch Politik und Verwaltung?
- Was muss die Gesellschaft leisten, um ehrenamtliches Engagement attraktiver zu machen, welche Formen von Anerkennungskultur gibt es, welche Formen von Engagement entgehen unserer Aufmerksamkeit?
- Wie kann man Integration fördern? Welche politischen Ansätze verfolgt Berlin bzw. sollte Berlin verfolgen?
- Welche gesellschaftlichen Bereiche tragen wie zur Integration bei? Beiträge aus der Arbeitswelt, der Kultur und dem Bildungssystem, aus der Wirtschaft.
- Ist Integration denn überhaupt noch eine Frage des Migrationshintergrunds? Oder ist der Unterschied nur die Sprachbarriere, die gesellschaftliche Exklusionstendenzen noch verstärkt?
