Dokumentation Panel#2: “Fachkräfte”

Im Blickfeld des zweiten Panels stand, dass die Förderung und die Ausbildung von neuen Fachkräften und neuen Potenzialen eine gesellschaftspolitische Aufgabe darstelle. Um den Fachkräftemangel zu beseitigen, müssen alle mitmachen – nicht nur die derzeitig Beschäftigten.

Die Entwicklung beginnt mit der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen auf der einen Seite  und zwischen Hochschulen und Unternehmen auf der anderen.  Die präventive Arbeitsmarktpolitik muss preiswerter werden und fachlich äquivalente Fachkräfte ausbilden, wie bei teureren Individualbetreuungen. Sowohl der Zeit- als auch der Geldmangel sind nur zwei Gründe für Betriebe, nicht in die Personalentwicklung und in die Weiterbildung ihrer MitarbeiterInnen zu investieren.  Investition beginnt nicht damit, sich mit Fachkräften aus dem Ausland einzudecken, sondern damit, unseren eigenen Absolventen Vertrauen entgegen zu bringen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Dokumentation Panel#3 – “Industrie 3.0″

Vernetzung war das Stichwort des 3. Panels: Tourismus, Technologie, Wirtschaft und Wissenschaft sollten zusammenarbeiten. Großkonzerne müssten sich mit innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) vernetzen. Traditionelle Unternehmen müssten müssten mit grüner Technologie arbeiten. Wie schaffen wir die Brücke dazu? Ein Beispiel kam aus dem Publikum: So könnte Deutsche Museum den Touristen eine wissenschaftliche Ausstellung mit kulturgeschichtlichen Hintergrund anbieten.

Um neue Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen sollten keine Großkonzerne „re-angesiedelt“ werden. Anreize für TU-Absolventen müssten geschaffen werden, damit sie nicht zu Siemens nach Erlangen oder München gehen, sondern in Berlin bleiben. Die Stadt Berlin gelte besonders bei jungen Leuten heutzutage als hip wegen ihrer kreativen Szene. Hier werden Fragen und Visionen gestellt, die anderen Ballungsräumen keine Rolle spielen. Daraus bildeten sich neue Unternehmen. Berlin sei Gründungsweltmeister. Doch es müssten neue Wachstumsstrategien entwickelt werden, um neue gegründete Unternehmen in der zweiten Phase (nach der Startphase) zu unterstützen.

Für die Entstehung von Netzwerken sollten vor allem die Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssten daher in diesem Bereich gleichermaßen geschult werden. Ebenso sei die Weiterbildung in interkultureller und unternehmerischer Kompetenz wichtig. Was nütze eine Idee, wenn man nicht weiß, wie sie vermarktet und verkauft werden muss?

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Impressionen von der zweiten Ideenkonferenz

Uwe Luipold

StUwe Luipoldudium der Politologe in Berlin und Tübingen, Abschluss Diplom an der FU Berlin. 1992 – 2003 Partner im Beratungsunternehmen „Luipold & Mildenberger“ sowie Mitglied des regioconcept-Verbundes.  Seit 2004 Inhaber und Geschäftsführer von regioconsult Konzepte für Politik und Wirtschaft.

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten gehören Forschung und Beratung im Auftrag von Unternehmen, Verbänden sowie der öffentlichen Hand zu den Themen Regionalwirtschaft und Regionalentwicklung,  Standortentwicklung und Adressbildung, wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse in Metropolregionen,  unternehmerische Netzwerke. Weitere Tätigkeitschwerpunkte sind Organisationsberatung, Prozessbegleitendes Consulting, Netzwerkentwicklung und Netzwerkmanagement. Räumlicher Schwerpunkt: Berlin-Brandenburg, deutsche Großstädte.

Aktuelle Projekte: Nachnutzung des Standorts Flughafen Tegel (2010),  Stadtentwicklungskonzept Industrie und Gewerbe Berlin (seit 2009), · Öffentlichkeitsarbeit für ein mittelständisches Unternehmen in Berlin (seit
2009),  Netzwerkentwicklungen in Steglitz-Zehlendorf, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg (seit 2005), Machbarkeitsstudie Standort Gradestraße (2005).

Klaus Semlinger

Klaus SemlingerJahrgang 1953, Dr. rer. oec., Studium an der Technischen Universität Berlin, seit 1993 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. Zuvor tätig am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) im Bereich Arbeitsmarktforschung und am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München im Bereich Kleinbetriebsforschung und Zuliefernetzwerke.

Seit 2002 Vizepräsident der HTW Berlin, zuständig für den Bereich Studium und Lehre.

Seine Forschungs- und Veröffentlichungsschwerpunkte sind: Organisationstheorie (insb. Kooperationsforschung), regionale Entwicklung, Entrepreneurship und Mittelstandsökonomie.

Ausgewählte Veröffentlichungen zu Berlin: Fischer/Pohl/Semlinger, Berlins Industrie nach der Wiedervereinigung. Was bringt die neue Gründerzeit, REGIOVERLAG BERLIN, 2004 und Boehme-Neßler/Hildebrandt/Semlinger, Von der innovativen Wertschöpfungskette zum Lead Market. Weiterführende Ansätze für die Berliner Innovationsstrategie, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin 2006.

Materialien zur Debatte:

Arbeitskraft, Arbeitsmarkt und Arbeitsmangel (Vortrag anlässlich der Sommeruniversität 2008 an der TU Berlin, PDF)

Foliensatz zum Vortrag Arbeitskraft, Arbeitsmarkt und Arbeitsmangel (PDF)

“Die Industrie ist tot – es lebe die Industrie” (Kurzbeitrag für die Berliner Wirtschaftsgespräche 2009, PDF)

Studie “Lead Market” (Link zum Angebot der Friedrich-Ebert-Stiftung)

Dr. Katrin Suder

Dr. Katrin Suder

Dr. Katrin Suder ist Partnerin und Leiterin des Berliner Standorts von McKinsey. Seit dem 1.1.2010 hat sie zudem die Verantwortung für die Aktivitäten des deutschen Büros von McKinsey im öffentlichen Sektor übernommen.
Seit 10 Jahren berät sie führende Klienten im öffentlichen Sektor, im Bereich Software und IT Services sowie in der Telekommunikationsbranche. Dabei liegen die funktionalen Schwerpunkte ihrer Expertise vor allem in den Bereichen Strategie, Operations/ Transformationsprogramme und Technologie/IT.
Darüber hinaus verantwortet Dr. Suder zahlreiche Initiativen zum Aufbau neuer Kompetenzfelder sowie in der internen Personalentwicklung.
Dr. Suder ist Diplom-Physikerin der RWTH Aachen und wurde an der Universität Bochum in Physik promoviert (parallel erlangte sie einen BA in deutscher Literatur und Theaterwissenschaften).
In ihrer Freizeit steht Dr. Suder selbst auf der Bühne und leitet seit bald 20 Jahren eine Off-Theatergruppe.

Interview mit Dr. Katrin Suder bei www.e-fellows.net

Gabi Grützner

Die einstige Entwicklungsingenieurin im Gabi Grützner Forschungs- und Entwicklungsbereich des Werkes für Fernsehelektronik in Berlin ist seit Juli 1993 Geschäftsführende Gesellschafterin des Berliner Unternehmens “micro resist technology GmbH”. 2004 war sie Preisträgerin im ersten Unternehmerinnenwettbewerb Berlinn, 2005 folgte die Berufung in den „Beirat der Investitionsbank Berlin (IBB)“, 2006 erhielt sie die Auszeichnung „Unternehmerin des Jahres 2006 des Großen Preises des Mittelstandes“. 2009 / 2010 erfolgte der Einzug des gesamten Unternehmens in das eigene, neu erbaute Firmengebäude im Innovationspark Wuhlheide – Berlin Köpenick.
Homepage des Unternehmens

Berliner Ideenkonferenz #2 – die wichtigsten Infos

Am 5. Juni ist es so weit: zum Thema “Neue Industrialisierung – Nachhaltiges Arbeiten und Wirtschaften” findet die zweite Ideenkonferenz der Berliner SPD statt, zu der alles Berlinerinnen und Berliner herzlich eingeladen sind. Wir freuen uns auf spannende Gesprächspartner und eine lebendige Diskussion über die zentrale Frage, wie Berlin sich als Standort für Zukunftsindustrien etablieren kann.

Die wichtigsten Infos zur Ideenkonferenz finden sie hier   Einladung

Das Programm der 2. Ideenkonferenz

mehr zu den Referentinnen und Referenten

In den kommenden Tagen werden wir sie aktuell mit weiteren Informationen versorgen.  Reinschauen lohnt sich!

Ausblick von Müller auf die Ideenkonferenz#2 “Wirtschaft und Arbeit”

Den Dialog führen: Die Idee “Hauptstadt im Gespräch”

Im Zentrum der Reihe „Berliner Ideenkonferenz“ und der Leitidee „Hauptstadt im Gespräch“ steht die Frage: In was für einer Stadt wollen wir in Zukunft eigentlich leben? Es geht nicht darum, eine Antwort zu geben, sondern die Berlinerinnen und Berliner zu fragen, welche Anforderungen und welche Erwartungen sie haben für die Zukunft Berlins. Wie kann sich Berlin weiterentwickeln im nun beginnenden dritten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung?

Politik braucht das Gespräch den Bürgern, weil sie immer wieder neue Impulse braucht. Politik muss neue Ideen und Anregungen aus der Gesellschaft aufnehmen und bearbeiten. Deswegen heißt die Leitidee für das Jahr 2010 „Hauptstadt im Gespräch“. Die SPD will mit Berlin im Gespräch sein, zuhören und offen sein für Anregungen. Auf dem Weg zu einer solidarischen Stadt kann Politik Impulse aufnehmen und selbst Impulse geben für gesellschaftlichen Fortschritt und soziale Gerechtigkeit in Berlin.

  • Mit vier Berliner Ideenkonferenzen diskutiert die SPD zu den zentralen Zukunftsthemen mit den Berlinerinnen und Berlinern die politischen Schwerpunktthemen diskutieren und sucht gemeinsame Antworten. Die erste Konferenz zu Integration und Teilhabe hat am 27. März bereits stattgefunden.
  • Die SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses sucht insbesondere bei den wichtigen Vorhaben des Jahres wie dem Klimaschutzgesetz, dem Integrationsgesetz und den Regelungen im Bereich der Mietenpolitik den intensiven Dialog mit den gesellschaftlichen Gruppen. Die Information der Berlinerinnen und Berliner und das Werben um Akzeptanz für politische Entscheidungen wird intensiviert. Dafür werden alle Abgeordneten mit Unterstützung der Fraktion vor Ort Stadtteiltage durchführen. Michael Müller startet am 16. April mit dem ersten Stadtteiltag.
  • Mit einer Bezirkstour durch alle zwölf Berliner Bezirke nimmt der Regierende Bürgermeister die Sorgen, Ansprüche und Wünsche der Berlinerinnen und Berliner an sozialdemokratische Regierungspolitik auf. Alle Informationen zur Reihe auf den Seiten der Senatskanzlei.

Das Eisenacher Papier, das Klaus Wowereit und Michael Müller auf der Fraktionsklausur im Januar 2010 in Eisenach veröffentlicht haben, ist die Grundlage für die Reihe “Hauptstadt im Gespräch”.

Das Eisenacher Papier im Wortlaut.