Wowereit: “Wir wollen die Bürger einbeziehen in den Dialog über Zukunftskonzepte”

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  1. E. Möhler
    Apr 13 at 15:51

    Werte Genossen,
    gut, das es Gedanken über Zukunft gibt. Über Werte. Über Modelle. Über Fairness, Charakter, menschliche Grausamkeiten, die fassungslos machen.
    Packen wir alle diese Dinge einmal an, offen und fair.

    Voraussetzung dafür ist, daß wir soetwas wie Odenwalderfahrungen unvoreingenommen zulassen: Meinungen, die unwirklich klingen.
    Nur, weil unsere Vorstellungskraft nicht reicht, brauchen sie keineswegs falsch zu sein. Falsch ist eher, wie wir damit umgehen (ablehnen, totschweigen).
    Erst, wenn wir das hinter uns lassen können, werden wir weiter kommen. Deshalb brauchen wir eine Istanalyse unseres Alltags.
    Was ist noch in Ordnung und was längst reparaturbedürftig. Stellen wir alles auf den Prüfstand. Hinterfragen wir alles: Warum sind wir einerseits mit so viel Wissen ausgestattet, wie nie, wenn es uns doch nicht dabei helfen kann, fairer zu leben, Odernwaldgeschehnisse zu vermeiden. Was könnte dann helfen?

    Und wie funktioniert Fairness eigentlich (die Voraussetzung für Vertrauen, die man, darüber gibt es einen Konsens, dringend wieder herstellen müsse. Nur – ohne Fairness kein Vertrauen! Kann die Vertrauenkrise, Wirtschaftskrise und Gesellschaftskrise nicht gestoppt werden).

    Welche Voraussetzung wären nötig, was hindert diese und welchen Weg müßte man beschreiten, um Vertrauen zurück zu erlangen? Eine Unmöglichkeit? Was glauben Sie? Der hier behandelte erste Punkt Integration ist interessant und für Berlin hochwichtig, aber er ist insofern nachrangig, wenn man sich um Vorgenanntes kümmert (Vertrauen, Fairness), gutes und faires Miteinander sucht. Dann folgt gelungene Integration wie von selbst.
    Auch sie verlangt Fairness.
    Um ihr näher zu kommen, müssen wir den Istzustand analysieren und alles hinterfragen, was der Fairness schadet. Fragen zu Frieden und Krieg, zu Gesundheit und Krankheit, zu philosophischen Zukunftsmodellen, zu Priorititäten, die im Leben ganz oben stehen.

    Mit Nebensächlichkeiten beschäftigen sich schon zu viele, denen die Hauptsache aus den Augen geraten ist. Versuchen wir diese einmal einzukreisen – mit einem Katalog von Fragen, die niemand bislang beantworten konnte. Darunter auch die aktuelle unbeantwortete Frage, wie eine ganze Regierung (Polens) in einem Flugzeug zu Tode kommen konnte. Auch auf diese Frage gibt es trotz Flugschreiber keine plausible Antwort. Aber es gibt eine neue Antwort, die noch keiner zu geben wagte.

    Die Antworten sind schon geschrieben, aber sie werden nicht geglaubt, nicht gedruckt – und selbst wenn, würden sie nicht gelesen oder wahrgenommen. Es hat eine wichtige Bewandnis, warum uns Deutschen die Vorstellungskraft der Klassiker und Denker ausgegangen ist. Dieser Frage wurde mit einstaunlichen Erkenntnissen nachgegangen. Das Ergebnis, der Global Code, sieht in Tiefen, wo die eigentlichen Prioritäten und wo auch die Antworten zu finden sind, die bis heute wenige aufgegriffen und kaum einer beantworten konnte. Denn dazu bedarf es einer alten Fairness-Eigenschaft: unvoreingenommen denken zu können und zu dürfen, und dies obendrein global.

    Man hätte also nicht das Thema Integration als wichtigstes Thema oben an stellen sollen, zumindest nicht, ohne die noch geplanten anderen Themen zu nennen und auf die Prioritäten hinzulenken, die alles miteinander verbindet.
    (in Anlehnung an: Weiora de Sirow: “Der Global Code”)

    Mit freundlichen Grüßen
    E. Möhler